Am 1. 6. 1999 startete das Projekt mit dem Einzug in die Ladenräume der Weinbergsweg 23, Bezirk Mitte, die von der Stiftung Kinder in Not und der Kontakt und Beratungsstelle KuB e.V zur Verfügung gestellt wurden. Die Renovierung wurde in Eigenarbeit und zum Teil unter Mithilfe von im KuB-Hausprojekt lebenden Jugendlichen geleistet. Sach-, Geldspenden und Eigenbeiträge für die Einrichtung und Ausstattung der Räumlichkeiten ermöglichten eine zügige Inbetriebnahme. Gleichzeitig förderte die Senatsverwaltung für Arbeit, Soziales und Frauen ein Förderprogramm der Frauenforschung mit der Maßnahme: “Aufbau und Verstärkung eines Schwerpunktes für Straßenmädchen und sozial gefährdete Mädchen und junge Frauen im internationalen Straßenkinder-Archiv, Forschungs- und Beratungszentrum”.
Der Aufbau dieses Schwerpunktbereiches umfaßt die Recherche, Analyse und Archivierung aller Materialien und Medien, die die Situation der sozial gefährdeten oder schon gänzlich auf der Straße lebenden Mädchen und Frauen und ihre Rolle im Verhältnis der Geschlechter thematisierten. Ziel ist es, Voraussetzungen für Forschungsvorhaben in der Straßenmädchen- und Frauenforschung zu schaffen, für Einrichtungen der praktischen Arbeit wichtige Ansatzpunkte und Anregungen zu liefern und die öffentliche Diskussion voranzutreiben.
Seit 2004 ist das Straßenkinder Archhiv im Casa Latinoamericana in Berlin integriert. Mehr infos unter:www.casalatinoamericana.de